Köstler, Josef
Das Schafkopfspiel ist eines der beliebtesten und meistverbreitetsten Kartenspiele Bayerns. Es gilt als Kulturgut und Teil der bayerischen Lebensart. Könner*innen schätzen die grenzenlose Vielfalt des Spiels, Einsteiger*innen sind mit dessen Komplexität jedoch meist überfordert. Schafkopfen lernen kann aber jede/jeder - und mit ein wenig Übung spielen Sie schnell auf Augenhöhe mit den Profis. In diesem Kurs erlernen und erspielen Sie sich die Grundregeln und wesentlichen Abläufe des Schafkopfspiels. Neben gängigen Spielvarianten und einer Einführung in die eigentümliche Schafkopfsprache, erhalten Sie tiefe Einblicke in die taktischen Raffinessen des anspruchsvollen Kartenspiels. In einem kleinen Abschlussturnier können Sie das erlernte Wissen anwenden und Ihre Fähigkeiten als Spieler*in unter Beweis stellen. Kursinhalte: - Regelkunde und allgemeiner Spielablauf - Ablauf von Partner- und Einzelspielen - Spielvarianten zu Zweit und Dritt - Einführung in die Schafkopfsprache - Spielabrechnung und Turniermodus - Strategien und taktische Spielzüge - Regelvarianten und regionale Eigenheiten - Denken in Wahrscheinlichkeiten - Abschlussturnier
Gebührenstaffelung: 8 TN = 23 EUR / 12 TN = 18 EUR Wer schon einen Schafkopfkurs besucht hat oder vielleicht nur mit einem holprigen Start ohne jede Systematik in das Schafkopfspiel eingestiegen ist, stößt schnell an seine Grenzen. Er kann die Qualität dieses Spiels nicht nutzen, dessen Variantenreichtum kaum ausschöpfen und die Freude an gelungenen Spielzügen selten genießen. Das kann man ändern. In diesem Kurs werden die Feinheiten herausgearbeitet, die Logik und das "Wahrscheinlichkeitsdenken" herausgefordert und Strategien festgelegt. Nur so kann man auch ein guter Schafkopfspieler sein oder werden. Erst dann macht das Schafkopfspiel richtig Spaß. Kursinhalte: - das Anspiel als Wegweiser - die Position als entscheidender Faktor - das Risiko wagen und minimieren - Chancen erkennen und eröffnen - vorausdenken und einschätzen
Die Mundart ist etwas Einzigartiges: die einzige Sprache der Welt, die man nur in der Wiege lernen kann. Mundart ist Heimat, sie gibt Geborgenheit und ist tief im Herzen verwurzelt. Und doch scheint sie zum Untergang verurteilt. Nicht, weil sie zu primitiv und schwerfällig wäre, wie man es gerade dem nordbairischen Dialekt gerne nachsagt, sondern viel eher deshalb, weil sie so feingliedrig ist, dass man sich diese Mühe nicht mehr antun will. Unsere moderne Welt, die alles vereinheitlicht, braucht keine Mundart. Und wir selbst helfen dabei kräftig mit, weil wir uns scheinbar gar nicht darum bemühen, dieses Kulturgut zu erhalten. "Mundart zu reden ist ein Geschenk, Mundart zu schreiben ist Handwerk, beides zusammen ein Kunstwerk." Dabei handelt es sich um ein eigenes Sprachsystem, weitgehend unabhängig von der Hoch- und Standardsprache, das höchste Ansprüche an die richtige Schreibweise stellt. Das wollen wir in diesem Kurs neu entdecken, denn auch unsere Mundart hat ein eigenes Alphabet, Regeln und eine Grammatik. Über das jura2000 Mundartprojekt hat sich der ehemalige Lehrer J. Köstler in diese Thematik eingearbeitet, die ihm selbst einen ganz neuen Weg zum eigenen Dialekt erschlossen hat. Abgestimmt auf unsere kleine Region soll die Freude am Dialekt neu geweckt und der richtige Umgang damit vermittelt werden.